Vietnam, das ist gemeinsame Gymnastik um sechs Uhr Morgens, heisse Nudelsuppe oder frischer Fruchtsaft im Strassenrestaurant serviert bekommen, Vietnam ist, an winzigen Tischen auf winzigen Höckern aus farbigem Plastik zu sitzen, Vietnam ist unablässiger Verkehr und das wahnsinnige Gefühl, wenn er sich wie magisch vor dir trennt, wenn du die Strasse beschreitest, Vietnam ist weite, grüne Landschaft, die an dir vorbeizieht, Vietnam ist Hanoi, Hue, Hai Van, Hoi An und Ho Chi Minh, Vietnam ist Tradition und Moderne, die Hand in Hand gehen. Vietnam ist ein Land, das unglaublich viel zu bieten hat! Hier sind neun Tipps, damit deine Reise zum Erfolg wird.

1. Vietnamesische Sim-Karte kaufen
Für umgerechnet 15 US Dollars erhielten wir eine Sim-Karte, 30 Tage Internet-Flat inklusive. Die grosse, täglich wiederkehrende Herausforderung während der gesamten Reise war die Navigation. Der mobile Netzanschluss erleichterte das Zurechtfinden enorm. Nicht nur in den Strasse von Hanoi oder Ho Chi Minh City, sondern auch bei den Überlandfahrten mit dem Moped oder auf der Suche nach den überwucherten Überresten von Army-Stützpunkten der Amerikaner. Die SIM verkauft und auch gleich freigeschaltet hat uns unser Receptionist. Was uns zu Punkt zwei führt:

2. An der Reception fragen
In jedem der verschiedenen Hotels zeigten sich die Inhaber und das Personal unglaublich hilfsbereit. Darum: Wenn du etwas brauchst, egal was, frag‘ an der Reception danach. Entweder haben sie es oder sie haben es nicht, aber können es für dich organisieren. Und wenn dir geholfen wird, bedanke dich beim Auschecken mit einem Trinkgeld dafür. Du hast für die Übernachtung ja sowieso nicht viel bezahlen müssen.

3. Die Zahlen lernen
Da du in Situationen kommen kannst, in denen dein Gegenüber kein Wort Englisch spricht, solltest du die Vietnamesischen Zahlen lernen. Wenn du Preisverhandlungen auf Vietnamesisch führst, machst du ausserdem einen wichtigen Schritt heraus aus der «Tourist death zone», in der du unweigerlich steckst, und du gewinnst beim Restaurantbetreiber oder der Strassenverkäufering einiges an Glaubwürdigkeit. Ausser du befindest dich in Tam Coc in der Nähe von Ninh Binh. Dort gibt es keine Glaubwürdigkeit. Dort zocken sie dich einfach nur ab.

4. Einen Roller mieten
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, auf einem Roller durch die atemberaubende Landschaft Vietnams zu fahren und die unzähligen Orte und Dinge zu erkunden. Vermietet werden die Gefährte praktisch überall für moderate fünf bis zehn US Dollars pro Tag. Speziell um die Höhlen des Phong Nha Ke Bang Nationalparks zu erkunden, welche sich in moderater Distanz von Son Trach befinden, anerbietet sich ein Roller erstklassig.

5. Die Eiswürfel im Tee belassen
Leitungswasser haben wir nur fürs Zähneputzen verwendet. Getrunken wurde nur ab versiegelter Wasserflasche. Die Eiswürfel im Tee waren kein Problem.

6. Das Mysterium des Vietnamesischen Kaffees ergründen
Vom köstlichsten, kraftvollen Espresso bis zur ekelhaftesten hellbraunen Grütze reicht die Kaffeequalität in Vietnam. Die hellbraune Grütze wird unter Verwendung von Fischsauce und Hühnerfett hergestellt – und so schmeckt sie auch. Leider ist sie weit verbreitet. Geübte Kaffeetrinker werden sich hüten und schnell angewöhnen, black oder americano zu bestellen.

7. Fensterreiniger dabeihaben
Es kann ziemlich heiss werden in Vietnam. Die Hitze knüppelt den Schweiss unablässig heraus aus den Poren und rauf auf die Gläser der Sonnenbrille oder aufs Display des Smartphones. Eine Flasche Fensterreiniger erweist sich hier als äusserst hilfreichen Begleiter im Kampf gegen die Schmiererei.

8. Taschentücher dabeihaben
Taschentücher fungieren einerseits als wichtiges Trägermedium für den oben beschriebenen Fensterreiniger, andererseits kommen sie auch beim Verzehr der traditionellen Nudelsuppe gelegen. Obwohl das Essen nicht für seine Schärfe bekannt ist, vermag es europäische Nasen zum Laufen bringen. Meist sind die bereitgestellten Servietten viel zu dünn und schwach und scheinen sich einfach in Luft (oder besser Schleim) aufzulösen, will man der Nase damit Befreiung verschaffen…

9. Spontanität ist kein Problem
Bist du der Typ für spontanes Reisen? Dann ist Vietnam genau das richtige für dich. Wir haben einen grossen Teil unserer Reise ohne Vorkehrungen und «on the fly» absolviert. Mit mobilem Internet, Lonely Planet und der Hilfsbereitschaft der Vietnamesinnen und Vietnamesen klappte das hervorragend. Gib dem Tag den Raum, sich selber zu entfalten und er wird grosse Abenteuer für dich bereithalten.