Die Deutsche Bundeshauptstadt ist eine Alleskönnerin! In den Strassen und Gassen ist immer was los, die Leute treffen sich in Cafés und auf Plätzen, die Kunstszene floriert im Museum und an den Betonwänden, Tag und Nacht ragt der Fernsehturm still und hoch über die Stadt hinaus. Nicht zuletzt erzählt Berlin auch die Geschichte seiner unglaublichen Vergangenheit, von der sie sich noch immer am Erholen ist. Was für eine City!

Als wir ankamen an diesem Auffahrtswochenende, wussten wir noch nichts vom Deutschen Evangelischen Kirchentag mit Barack Obama als wichtigsten Gast und dem anstehenden Cupfinale zwischen Borussia und der Eintracht. Die Stadt, auch an normalen Tagen beliebt bei Touristen und gut frequentiert, war geflutet mit Menschen.

Berlin offeriert dermassen viel, dass wir unsere drei Tage problemlos mit Programm füllen konnten. Für mich haben sich drei Blickwinkel auf die Stadt eröffnet, die in Erinnerung bleiben werden. Es geht um Zeit, Streetart und um Wurst!

Zeit wird greifbar

Topographie des Terrors ist eine Ausstellung in Berlin. Sie erzählt die Geschichte von Aufstieg, Zenit und Fall des NS-Regimes und sie tut dies an der Prinz-Albrecht-Strasse. Genau an jener Adresse, an der einst die Hauptquartiere von SS, GeStaPo und dem Reichssicherheitshauptamt waren! Das ist eine Facette von Berlin, die mich fasziniert. Hier wird Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes greifbar! Besonders im Vordergrund liegen natürlich der zweite Weltkrieg, als die Stadt von den Alliierten in Schutt und Asche gebombt wurde und die darauffolgende eiserne Trennung in Ost und West. Teile der letzten Version der Grenzmauer stehen in Berlin noch.

In Berlin: Zeit wird greifbar erfährst du mehr über Berlin und seine Narben, die der Holocaust und der eiserne Vorhang hinterlassen haben. Eine der zahlreichen geschichtsträchtigen Orte Berlins hat mich aber gar nicht überzeugt und einen faden Nachgeschmack hinterlassen.

Streetart auf dem Vormarsch

Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftszweig Berlins. Und Streetart wie Graffitis oder Paste-ups (an Wände geklebte Plakate oder Figuren) sind eigentlich illegal. Die Strassenkunst floriert aber und wird mehr und mehr zu einem wichtigen Touristen-Zubringer für Berlin. Erfahre in Berlin: Streetart Capital, wer in der Berliner Streetart-Szene angesagt ist und welche Regel ein Streetartist nicht brechen sollte, wenn er weiterhin respektiert werden will.

Ist das Currywurst oder kann das weg?

Berliner lieben ihr Nationalgericht Currywurst – die Anzahl an Wurstbuden in der Stadt ist astronomisch. Ich habe einige davon besucht und mich verköstigen lassen. Komm mit auf diesen kulinarischen Kurztrip. Fremdes Gebiet für mich; von Kulinarik verstehe ich leider nicht viel.