Nairobi – Ein klangvoller, exotisch anmutender Name eines Ortes in weiter afrikanischer Ferne. Wer zum ersten Mal Fuss auf Nairobigrund setzt, wird unweigerlich einen Kulturschock erleiden – zumindest einen kleinen. Denn vieles funktioniert hier anders, als es sich Mitteleuropäer gewohnt sein mögen. Aber es lohnt sich, denn die Hauptstadt Ostafrikas birgt etwas Magisches.

Auf den Strassen zwischen den Blocks und Hochhäusern in Downtown Nairobi bewegt sich ein stetiger Fluss aus kleinen und grossen Bussen, hupend und farbig bemalt mit Bildern von Bob Marley oder anderen Musikern, die Türen sind abmontiert, aus der Fahrgastkabine dröhnt laute Reggaemusik und Männer lehnen sich hinaus und rufen Route und Fahrpreis des jeweiligen Busses in die Menge. Menschen wuseln auf den Gehsteigen und im stockenden Verkehr, telefonieren oder hören sich Nachrichten auf dem Smartphone an, Frauen sitzen auf dem Boden und haben Zwiebeln, Kartoffeln oder Mais zum Verkauf vor sich ausgebreitet, überall läuft Musik.

Der Knotenpunkt Ostafrikas

Die Metropole ist einerseits der Ausgangspunkt für Reisen in Kenia und in Ostafrika, beispielsweise für Safaritrips in die berühmte Maasai Mara. Die Stadt darf andererseits aber nicht nur auf diese Verteilfunktion reduziert werden, denn sie hat Entdeckungswilligen viel zu bieten. Darunter sogar einen eigenen, gestandenen Nationalpark. Wer nach Kenia kommt, muss Nairobi auf dem Reiseplan haben.

Tips und Tricks

Hier einige Tips und Tricks, wie Nairobi für dich zum Erlebnis wird.

  1. Uber App installieren
    Während die Transportapp in der Schweiz noch immer Exotenstatus hat, gehört sie in vielen Megacities rund um den Globus bereits zum Standard. So auch in Kenia. Mit Uber bewegst du dich in der Stadt mit Leichtigkeit und zahlst je nach Distanz zwischen KES 300 – 1800 (ca. CHF 3.00 – 18.00).
  2. Auf das Dach des Kenyatta International Convention Centers (KICC) steigen
    Das Helipad auf dem Dach des runden und langsam in die Jahre gekommenen Towers mitten in Downtown Nairobi wurde irgendwann zu einer Aussichtsplattform umfunktioniert und eröffnet einen Wahnsinnsblick über die Stadt. Ein absolutes Muss! Eintritt: KES 500 (ca. CHF 5.00).
  3. Nyama Choma essen
    Das Nationalgericht «Nyama choma» («heisses Fleisch») besteht aus Fleisch vom Grill – i.d.R. Ziege, aber auch mit Poulet möglich – und Ugali, einem sättigenden Maisbrei, der auch die hungrigsten Mägen satt kriegt. Gegessen wird es mit den Händen. Gerade das Ziegenfleisch («Mbuzi») ist nicht jedermanns Sache. Für die echte Kenia-Erfahrung gehört Nyama Choma aber einfach dazu. Und es gibt einen Ort in Nairobi, an dem hammermässiges Mbuzi Choma serviert wird:
  4. Das K1 besuchen
    Im Stadtteil Westlands floriert das Nachtleben. Zu den besonders bekannten Spots gehört die Eventlocation K1. Sie ist immer gut besucht. Hier lässt sich hervorragend einige Runden Billiard spielen, gemeinsam etwas trinken und natürlich bis spät in die Nacht tanzen und feiern. Im K1 habe ich das bisher beste Mbuzi Choma in ganz Kenia gegessen. Das Fleisch war zart und an einer würzigen Sauce angerichtet. Achtung: Zwischen Bestellung und dem Servieren kann gerne eine ganze Stunde vergehen.
  5. Matatu fahren
    Du wirst den Vibe von Nairobi auf keine andere Art und Weise besser fühlen können, als wenn du die Uber-App für einen Moment zur Seite legst und mit den öffentlichen Transportbussen, den «Matatus» fährst. Das solltest du nicht alleine tun, lass dich von jemandem begleiten, die oder der sich auskennt. Der Platz ist eng, die Musik ist laut, die Erfahrung einmalig! Die Preise liegen je nach Distanz, Verkehrs- und Wetterlage irgendwo zwischen KES 20 und 200 (ca. CHF 0.20 und 2.00).
  6. Auf Safari mit Nairobis Skyline im Hintergrund
    Direkt vor der Stadt liegt der Nairobi National Park. Du kannst hier problemlos auf Eintages-Safari gehen und hast die Chance, Nashörner, Elefanten, Giraffen oder gar Löwen vor die Linse zu kriegen, mit der Skyline von Nairobi im Hintergrund. In der Nähe befinden sich auch ein Elefanten-Waisenheim, sowie ein Griaffenpark, in dem man mit den langhalsigen Tieren auf Tuchfühlung gehen kann. Was wir in unseren Breitengraden ansonsten nur in DOK, DMAX, Youtube oder National Geocraphic sehen, liegt quasi vor Nairobis Haustüre.

 

Die Links:

  • K1 Clubhouse: hier
  • KICC Aussichtsplattform: hier
  • Nairobi Natinalpark: hier
  • Elefanten Waisenheim: hier
  • Giraffenpark: hier